Infos zu einzelnen Ibach-Orgeln






Ibach-Orgel op. 200 in Aartswoud/NL von 1885

Dazu schreibt Herr Marcel Pelt aus Aartswoud:




I just visited your website with Ibach-organs. It's very informative. And it's nice to see our organ of the church in Aartswoud mentioned as opus 200. This organ has two manuals and a pedal. Eight stops at manual I, five stops at manual II and two stops at the pedal. As far as I know this organ has not been changed in all those years, but now it needs to be restored again. Orgel in Aartswoud






Ibach-Orgel op. 127 in (Solingen-) Widdert von 1868/69

Aus Solingen wird dazu berichtet:



Teile der ursprünglichen Ibach-Orgel sind in der jetzt vorhandenen Orgel noch zu finden (Prin 8' und Prin 4' im Hauptwerk). Die Orgel wurde von Weiland und Peter erheblich verändert und erweitert, zuletzt von Tschöckel gereinigt und gering verändert.






Ibach-Orgel op. 111 in Bergen op Zoom von 1863



Maarten Rog, NL, gestattete freundlicherweise die Übernahme des Orgelfotos der Ibach-Orgel in Bergen op Zoom - jetzt in St. Gertrud - von seiner niederländischen Orgelseite.
(Orgelfoto`s uit Nederland)


© Maarten Rog / NL






Orgel op. 5, Lehrerseminar in Petershagen


Dazu schreibt Herr StR Uwe Jacobsen:



....kann ich Ihnen mitteilen, dass es mir im Juni [2001] gelungen ist, Teile dieser Orgel (den Spieltisch und eine Prinzipalpfeife) von einem Petershäger Dachboden zu bergen und in das Musikarchiv aufzunehmen. Ich habe erst auf Ihren Seiten erfahren, dass es sich um eine Ibach-Orgel gehandelt hat. Das Instrument besaß zwei Manuale (in Ihrer Liste steht dort ein Fragezeichen). [JETZT NATÜRLICH NICHT MEHR!;F.S.] Die restlichen Orgelteile wurden wahrscheinlich bei einem Schulbrand am 09.02.1929 zerstört. Der Bauplan des Schulgebäudes verzeichnet noch einen Gebläseraum im Dachboden.

Die Ibach-Orgel in der Petri-Kirche op. 25 von 1845 ist, so Herr Jacobsen, nicht mehr erhalten. Sie wurde wahrscheinlich in den 50er Jahren abgerissen.








Ibach-Orgel in Hückeswagen




Artikel aus: Remscheider General-Anzeiger, 23.1.2003, von Karsten Mittelstadt


Puzzle mit fast 1000 Pfeifen

Nach ihrer Restaurierung wird die Ibach-Orgel in der Hückeswagener Johanniskirche nach 146 Jahren erstmals so klingen wie einst geplant.

Der 15. Februar wird ein historisches Datum. Denn an diesem Tag wird die Ibach-Orgel in der Hückeswagener Johanniskirche erstmals seit 146 Jahren so erklingen, wie die Erbauer sich das vorgestellt hatten. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte wird die Orgel in einem einheitlichen Stil erklingen.
Allerdings wird Kantor Stefan Kammerer der 1857 erbauten Orgel keinen einzigen Ton entlocken, wenn Claus-Uwe Lindl und seine Kollegen nicht korrekt arbeiten. Sie haben nämlich eine Aufgabe vor sich, die ein Puzzle mit 1000 Teilen als lächerlich einfach erscheinen lässt. Sie werden in dieser Woche das bis in alle Einzelteile zerlegte historische Instrument zusammenbauen.

Restaurierung war ein Kraftakt

Wer jetzt einen Blick in die Johanniskirche warf, sah Pfeifen über Pfeifen. An die 1000 Orgelpfeifen - von Fingergröße bis Geschosshöhe - lagen und standen fein säuberlich geordnet herum. Die Restaurierung der Orgel war ein Kraftakt, mit der die Freiburger Firma Späth beauftragt wurde. Lindl und seine Kollegen bauten die Orgel im November 2001 Schritt für Schritt auseinander.
"Wir haben, jede Menge Fotos gemacht, die Einzelteile wurden nummeriert und Skizzen angefertigt", erklärte Lindl die Vorgehensweise. Anschließend wurden die Teile nach Freiburg transportiert. Über ein Jahr dauerte es, die beschädigten Teile zu erneuern beziehungsweise komplett zu ersetzen. "Was neu ist, soll man durchaus erkennen", erklärt Kammerer.
Die neuen Holzpfeifen wurden beispielsweise nicht auf "alt" getrimmt.

Fehler wurden behoben

Für 17 Register (Pfeifenreihen) hatte Ibach die Orgel 1857 konzipiert. Aus Kostengründen wurden nur 13 eingebaut. Fast 40 Jahre später wurden die restlichen vier Register eingepasst. Der Geschmack hatte sich zwischenzeitlich aber sehr verändert, so Kammerer. Außerdem wurde die Komplettierung der Orgel nicht besonders gut ausgeführt. Diese Fehler haben Lindl und Kollegen ausgemerzt.
Wenn Claus-Uwe Lindl seine Arbeit beendet hat, beginnt die eigentliche erst. Dann schlägt die Stunde des Intonateurs Reiner Janke. Er wird zwei Wochen lang jede Pfeife stimmen, sodass sich ein insgesamt harmonisches Klangbild ergibt. Kammerer: Janke ist bekannt für seine Fähigkeit, alte Instrumente korrekt abzuhören. Das war mit ein Grund, warum der Auftrag an die Firma vergeben wurde."

Kein Schräubchen bleibt übrig

Dass er die historische Orgel wieder zusammenbauen kann, ohne dass ein Schräubchen übrig bleibt, da ist sich Lindl sicher. Sie wurde bereits in Freiburg komplett aufgebaut und wieder zerlegt. Die Restaurierung des Instrumentes ist nicht nur in handwerklicher Hinsicht ein Kraftakt, sondern auch finanziell. Insgesamt kostet die Orgelsanierung 102.000 Euro. Das Land zahlt einen Zuschuss in Höhe von 44.000 Euro. Den Rest muss die Evangelische Kirchengemeinde Hückeswagen aufbringen. Um die Belastung zu mindern, wurden in der Vergangenheit mehrere Benefizkonzerte veranstaltet.

Zentrum für Kirchenmusik

Trotzdem ist die finanzielle Belastung erheblich. "Aber das ist ja auch eine Investition in die Zukunft", so Kammerer. Die Verwandlung der früher kaum genutzten Johanniskirche in ein kirchenmusikalisches Zentrum ist fast abgeschlossen.









© by  Florian Speer